Categorías
Sin categoría

MELTED EGO: Heavyweight Knockout

„Heavyweight Knockout“ klingt nach harten Hunden, tatsächlich aber beweisen MELTED EGO unerwartet viel Gefühl. Gerade in den gesetzten Momenten, wenn die Band ihre Emotionen nach außen kehrt, kann das Quintett punkten. Mit Samthandschuhen gibt man sich dennoch nicht ab: Das knackige „Lover“, das treibende „Echoes Of My Screams“ oder „Anatomy Of Melancholy?“ mit seinen Hard Rock-Anleihen können zwischendurch auch ordentlich Staub aufwirbeln.

Das ist stets solide sowie kompetent arrangiert und doch holt uns Sänger Melf Hartwig immer dann ab, wenn er seine eigentlich warme Singstimme zur Geltung bringen kann. „Thrown Out Of Neverland“ bekommt dadurch genau den richtigen Hauch Schwermut, während „September Sky“ der gefühlvollen Gesangslinie wunderbar harmonierende Gitarrenarrangements hinzuaddiert. Nur ganz selten tragen MELTED EGO ein wenig zu dick auf, wenn im Finale der Ballade „Silent Solitude“ etwa ein Kinderchor den Track mit ganz viel Zuckerguss überzieht.

MELTED EGO punkten mit Erfahrung

Lässt das Album zwischendurch die Muskeln spielen, resultiert das im Bestfall in einem Refrain von Stadion Rock-Format („Heavyweight Knockout“). Manche Ideen drehen sich dagegen zu sehr im Kreis und hätten vielleicht etwas gestrafft mehr Wirkung entfalten können („God or Dog“). Das ist dann auch der größte Kritikpunkt, den wir MELTED EGO vorwerfen können: Rund 53 Minuten Spielzeit sind für ein Rock-Album vom Schlag eines „Heavyweight Knockout“ vielleicht schlicht eine Spur zu lang, weshalb der Spannungsbogen hier und da auch mal abfällt.

Es spricht für MELTED EGO und ihre Routine, dass sich dieser auf ihrem vierten Album aber jedes Mal wieder fängt und uns mit genug Elan zurück in die Spur befördert. Hier kommt die Abgeklärtheit der fünf Männer zur Geltung, die zwar im Herzen keine harten Hunde sein mögen, aber dafür mit geballter Erfahrung glänzen, wie es nur die alten Hasen können.

Veröffentlichungstermin: 27.03.2020

Spielzeit: 53:27

Line-Up

Melf Hartwig – Gesang
Pascal Pohns – Gitarre
Ingo Krantz – Gitarre
Sven Schnapperelle – Bass
Timo von Wittken – Schlagzeug

Produziert von Olman v. Wiebe

Label: Timezone Records

Homepage: https://www.meltedego.com/
Facebook: https://www.facebook.com/pg/MeltedEgo

MELTED EGO “Heavyweight Knockouts” Tracklist

1. Soul Cracks
2. God Or Dog
3. September Sky
4. Lover
5. Heavyweight Knockout
6. Thrown Out Of Neverland
7. Anatomy Of Melancholy? (Video bei YouTube)
8. The Mantis
9. Echoes Of My Screams
10. Dystopia Unchained (Lyric-Video bei YouTube)
11. Silent Solitude
12. Carnivor Matador

Categorías
Sin categoría

BE’LAKOR: veröffentlichen die Alben „Of Breath And Bone“ und „Stone’s Reach“ auf Vinyl neu

Die australische Melodic Death Metal-Band BE’LAKOR wird ihre beiden Alben „Stone’s Reach“ (2009) und „Of Breath And Bone“ (2012) auf Vinyl neu veröffentlichen. Das Debüt „Stone’s Reach“ erscheint als Doppel-LP in den Farben schwarz und schwarz / weiß mit „swirl“-Effekt (300 Stück; nur Napalm US & RoW Mailorder). „Of Breath And Bone“ wird ebenfalls als Doppel-LP in schwarz sowie rot / schwarz (300 Stück; nur Napalm US & RoW Mailorder) erhältlich sein.

Beide Re-Releases erscheintn am 18. September 2020 via Napalm Records.

Categorías
Sin categoría

MARATHONMANN: neuer Song „Hinter den Spiegeln“

Die Münchner Punk Rock / Melodic Hardcore-Band MARATHONMANN hat eine neue Single veröffentlicht. Den Track mit dem Titel „Hinter den Spiegeln“ kann man u. a. bei YouTube anhören.

Es ist das erste neue Material seit dem Album „Die Angst sitzt neben dir„, das im vergangenen Jahr via Redfield Records erschienen ist. Die Platte schaffte es nach Veröffentlichung bis auf Platz 41 der deutschen Albumcharts.

Categorías
Sin categoría

DEUTSCHE ALBUMCHARTS: mit POWERWOLF, BURY TOMORROW

In einer ruhigen Chartwoche erklimmen gleich zwei Metal-Bands das Treppchen der deutschen Albumcharts. Dass POWERWOLF mit ihrer Compilation „Best of The Blessed“ ziemlich weit oben landen würden, war nach den beiden Nummer-1-Alben „Preachers Of The Night“ (2013) und „The Sacrament Of Sin“ (2018) zu erwarten. Am Ende wurde es Platz 2: ein riesiger Erfolg für eine „Best of“-Veröffentlichung. Direkt dahinter landen BURY TOMORROW. Der dritte Platz für die Metalcore-Formation und ihre neue Scheibe „Cannibal“ ist eine kleine Sensation. Dass nach dem erfolgreichen „Black Flame“ (2018, #19) die Top 20 sicher und die oberen Zehn im Bereich des Möglichen waren, ist logisch. Aber dass es direkt das Treppchen wurde, konnten wir nun wirklich nicht ahnen. Abseits zweier Wiedereinstiege war es das in dieser Woche schon mit Metal- und Rockbands in den deutschen Albumcharts.

Der Ausblick auf kommende Woche

Für die nächsten sieben Tage dürfen sich ENSIFERUM Hoffnungen machen. Das neue Album „Thalassic“ ist seit Freitag erhältlich, genau wie „Project Regeneration Vol.1“ von STATIC-X. Eine neue EP namens „The End Of Dormancy“ gibt es derweil von VOIVOD, während INTER ARMA das Cover-Album „Garbers Days Revisited“ ins Rennen schicken. Viel Neues gibt es nicht, scheinbar sind wir mitten im Sommerloch angekommen.

Die Neueinstiege vom 10. Juli 2020

Top 20
02. POWERWOLF: „Best of The Blessed
03. BURY TOMORROW: „Cannibal

Top 50 und weitere
71. AC/DC: „Back In Black“ (WE)
89. EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN: „Alles in Allem“ (WE)

Quelle: mtv.de

Categorías
Sin categoría

POWERWOLF: Best Of The Blessed [Compilation]

Mit viel Wohlwollen nennen wir es mal „Erfolgsrezept“. Natürlich könnten wir uns auch echauffieren, warum ausgerechnet POWERWOLF eine „Best Of“-Kollektion veröffentlichen, wo die Saarländer doch musikalisch seit gut einer Dekade stagnieren. Eine Rückschau ist deshalb gezwungenermaßen auch irgendwie formelhaft, schließlich hat die Band das Konzept des aufrüttelnden Power Metal-Singalongs über mehrere Alben perfektioniert und entsprechend poliert.

Die Stücke der vergangenen vier bis fünf Alben – eben seit POWERWOLF mit dem fantastischen „Bible Of The Beast“ (2009) die sakrale Epik für sich entdeckten – sind quasi untereinander austauschbar und unterscheiden sich bestenfalls in Nuancen. Da das alles natürlich auf entsprechend hohem Niveau geschieht, ist das nicht einmal als Vorwurf zu verstehen. Allein der Mehrwert einer „Best of“-Compilation hält sich dort in Grenzen, wo sämtliches Material aus dem gleichen Holz geschnitzt zu sein scheint und ein POWERWOLF-Neuling auch ebenso gut zu einem der zahlreichen Studioalben greifen könnte.

Als Kaufanreiz locken POWERWOLF mit sieben Neuaufnahmen

Über die Songauswahl brauchen wir daher ohnehin kaum ein Wort verlieren. Hit reiht sich selbstverständlich an Hit, obschon sich – wohl aus dramaturgischen Gründen – auch die eine oder andere (Power-)Ballade auf die Zusammenstellung verirrt hat. Das ist mit Blick auf den Spannungsbogen bei der üppigen Spielzeit verständlich, wenngleich das gezügelte Tempo noch nie zu den Stärken POWERWOLFs gezählt hat.

Der Unsitte, einen komplett neuen Song auf ein „Best of“ zu packen, fällt das Quintett glücklicherweise nicht anheim. Als Kaufanreiz gibt es dafür insgesamt sieben Neuaufnahmen altbekannter wie beliebter Klassiker. Die auffrisierten Interpretationen sind im Allgemeinen ein Stück opulenter und transparenter produziert, wobei „Saturday Satan“, „We Drink Your Blood“, „Werewolves Of Armenia“ oder „Sanctified With Dynamite“ nicht zuletzt von den zusätzlichen Keyboard-Spuren profitieren.

Die limitierte Auflage von „Best Of The Blessed“ kommt mit einem überzeugenden Live-Mitschnitt

„Resurrection By Erection“ büßt dagegen an Energie ein, da die prominenteren Backing Vocals im Refrain den Drive des Originals missen lassen. Den einzigen Vertreter des Debüts „Return In Bloodred“ (2005) waschen POWERWOLF dagegen mit Weichspüler. Der Mut, „Kiss Of The Cobra King“ komplett neu zu arrangieren, in allen Ehren. Leider verkommt das Stück in der Neuaufnahme zur Stangenware, dem Charakter und Kraft der Hard Rock-beeinflussten Urfassung gänzlich abhandenkommt.

Dafür entschädigt immerhin der Live-Mitschnitt der „Wolfsnächte“-Tour 2018, der unter dem Titel „The Live Sacrament“ allen Käufern der limitierten Fassung mitgeliefert wird. Setlist, Soundqualität und Mix überzeugen, da nicht zuletzt dank des deutlich hörbaren Publikums authentisches Konzert-Feeling aufkommt. Immerhin war auch das zu erwarten, denn wo POWERWOLF seit jeher glänzen, ist der Live-Aspekt, welchen die Gruppe wie ihre Arrangements über Jahre perfektioniert hat. Ein Erfolgsrezept, das für sich selbst spricht.

Veröffentlichungstermin: 3.07.2020

Spielzeit: 66:50 (“Best Of The Blessed”) / 65:33 („The Live Sacrament“) / 19:37 (“The Live Bonus Sacrament”)

Line-Up

Attila Dorn – Vocals
Charles Greywolf – Gitarre, Bass
Matthew Greywolf – Gitarre
Falk Maria Schlegel – Keyboards, Orgel
Roel van Helden – Drums

Produziert von Fredrik Nordström und Jens Bogren

Label: Napalm Records

Homepage: http://powerwolf.net
Facebook: https://www.facebook.com/powerwolfmetal/

POWERWOLF “Best Of The Blessed” Tracklist

1 We Drink Your Blood (New Version 2020)
2 Army of the Night
3 Demons Are a Girl‘s Best Friend
4 Werewolves of Armenia (New Version 2020) (Lyric-Video bei YouTube)
5 Saturday Satan (New Version 2020)
6 Amen & Attack
7 Where the Wild Wolves Have Gone
8 Resurrection by Erection (New Version 2020) (Lyric-Video bei YouTube)
9 Sanctified with Dynamite (New Version 2020)
10 Kreuzfeuer
11 Armata Strigoi
12 Kiss of the Cobra King (New Version 2019) (Video bei YouTube)
13 Killers with the Cross
14 Sacred & Wild
15 In Blood We Trust (New Version 2020)
16 Let There Be Night

CD 2 „The Live Sacrament“ (nur limitierte Edition)

1 Fire & Forgive
2 Incense & Iron
3 Amen & Attack
4 Demons Are a Girls Best Friend
5 Killers with the cross
6 Armata Strigoi
7 Blessed & possessed
8 Where the wild wolves have gone
9 Resurrection by erection
10 Stossgebet
11 All we need is blood
12 We drink your blood
13 Werewolves of Armenia
14 Lupus dei

CD 3 „The Live Bonus Sacrament“ (nur Earbook & LP-Box)

1. Sanctified with Dynamite (Video bei YouTube)
2. Army Of The Night
3. Coleus Sanctus
4. Let There Be Night

Categorías
Sin categoría

DEUTSCHE ALBUMCHARTS: mit FEUERSCHWANZ, LONG DISTANCE CALLING, PAYSAGE D’HIVER

Diese Woche dominiert der Rock über den Metal. Immerhin hält PAYSAGE D’HIVER mit seiner neuen Platte „Im Wald“ einsam die Fahne in den Top 20 nach oben: Rang 19 für das Avantgarde Metal-Projekt. Am anderen Ende der Top 100 finden wir CARACH ANGREN, die mit „Franckensteina Strataemontanus“ auf Platz 80 eingestiegen sind. Für beide Formationen ist es die jeweils erste Chartplatzierung in Deutschland.

Ganz oben finden sich diese Woche DEPECHE MODE mit ihrer Live-CD „Spirits In The Forest“ – der „LiVE SPiRiTS Soundtrack“ schafft es außerdem auf Rang 23. Ebenfalls auf dem Treppchen finden sich FEUERSCHWANZ wieder. Mit „Das Elfte Gebot“ gelingt der Mittelalter Rock-Formation das dritte Top 10-Album in Folge und der höchte Charteinstieg der Bandgeschichte (#3). Der Vorgänger „Methämmer“ (2018) kletterte damals bis Platz 6. Direkt dahinter auf Nummer 4 landet „Auf dem Kreuzzug ins Glück“. DIE TOTEN HOSEN haben ihr Album zum 30. Jubiläum in einer Sonderedition neu aufgelegt. LONG DISTANCE CALLING feiern mit dem siebten Platz für „How Do We Want To Live?“ ihren bislang größten Erfolg – in die Top 10 hatte es die Instrumental Rock-Band zuvor noch nie geschafft. Dort landen übrigens auch GREY DAZE mit „Amends“ (#9). Die erste Band von Chester Bennington (LINKIN PARK) hat sich zusammengetan, um dem verstorbenen Sänger auf dessen Wunsch die letzte Ehre zu erweisen. „Amends“ enthält neu aufgenommene Stücke der ersten beiden Alben der Formation – Benningtons Gesang wurde neu gemastert.

Der Ausblick auf kommende Woche

Es gibt in jedem Fall zwei Kandidaten, die wir in jedem Fall in den Charts sehen werden: Neu im Handel ist „Best of The Blessed“, die erste Compilation von POWERWOLF, die für die Veröffentlichung einige Stücke neu eingespielt haben. Nach einer Covid-19-bedingten Verschiebung ist nun auch endlich „Cannibal“ der britischen Metalcore-Band BURY TOMORROW erhältlich – wir sind gespannt, ob es für die Top 20 oder sogar die Top 10 reichen wird. Die Japaner BORIS schicken das Album „NO“ ins Rennen, haben aber wahrscheinlich bestenfalls Außenseiterchancen. Für Thrash-Fans gibt es zudem mit „Feather Of Truth“ neues Material von POLTERGEIST.

Die Neueinstiege vom 3. Juli 2020

Top 20
01. DEPECHE MODE: „Spirits In The Forest“
03. FEUERSCHWANZ: „Das Elfte Gebot
04. DIE TOTEN HOSEN: „Auf dem Kreuzzug ins Glück“
07. LONG DISTANCE CALLING: „How Do We Want To Live?“
09. GREY DAZE: „Amends“
19. PAYSAGE D’HIVER: „Im Wald“

Top 40
23. DEPECHE MODE: „LiVE SPiRiTS Soundtrack“

Top 50 und weitere
44. ROLLING STONES: „Bridges To Babylon“ (WE)
50. TERRORGRUPPE: „Jenseits von Gut und Böse“
53. ROLLING STONES: „Voodoo Lounge“ (WE)
80. CARACH ANGREN: „Franckensteina Strataemontanus“
98. ROLLING STONES: „A Bigger Bang“ (WE)

Quelle: mtv.de

Categorías
Sin categoría

FEUERSCHWANZ: Das elfte Gebot

Auf dem Papier klingt es gar nicht schlecht: Die einstigen Blödel-Barden von FEUERSCHWANZ sind erwachsen geworden. Statt mittelalterlicher Folk-Comedy über Sex und Saufen bzw. „Met und Miezen“ (2007) haben die Erlanger eine neue Ernsthaftigkeit erlangt; der unbeschwerten Feierlaune eine Prise Nachdenklichkeit hinzuaddiert.

So steht es zumindest im Titeltrack geschrieben, der sich die eigene Sterblichkeit zum Thema genommen hat. Das Problem: „Das elfte Gebot“ gereicht inhaltlich letztendlich zu nicht viel mehr als Phrasendrescherei. Leb jeden Tag so, als wäre es dein letzter – Weisheiten aus der Glückskeks-Dose. Es ist ein Jammer, dass sich der eigentlich gute Ansatz der Mittelalter Rock-Band durch platte Botschaften und oftmals erschreckend einfältige Texte selbst torpediert.

„Das elfte Gebot“ hat keinen wirklichen roten Faden

Am Ende bleibt „Das elfte Gebot“ nichts Halbes und nichts Ganzes, auch in musikalischer Hinsicht. Im Prinzip balancieren FEUERSCHWANZ zwischen klassischem Mittelalter Rock („Metfest“, „Meister der Minne“) und deutschsprachigem Power Metal („Lords Of Powermet“, „Das elfte Gebot“). Ein roter Faden will sich so kaum bilden, zumal sich die Band im Weiteren munter bei diversen Vorbildern bedient. „Im Bauch des Wals“ könnte instrumental ebenso von SUBWAY TO SALLY stammen, „Lords Of Powermet“ zitiert typische POWERWOLF-Trademarks, „Totentanz“ bedient sich mit seinen tiefen Vocals bei der Neuen Deutschen Härte und das hymnisch-sakrale „Malleus Maleficarum“ ist im Prinzip ein SABATON-Song.

Arrangiert ist das Ganze immerhin kompetent. Sackpfeifen, Flöten und Violine sind stets songdienlich eingebunden, die Balance zwischen Gitarren und Ethno-Instrumenten passt. Während die Melodien im Allgemeinen ebenfalls gute Genrekost bieten, stützen sich FEUERSCHWANZ im furchtbaren „Mission Eskalation“ und dem vorhersehbaren „Unter dem Drachenbanner“ zu sehr auf Wiederholungen und generische Melodiebögen.

FEUERSCHWANZ fehlt auf der Cover-CD „Die sieben Todsünden“ der Mut

Ähnlich limitiert offenbaren sich die Cover-Nummern der Bonus-Disc „Die sieben Todsünden“. FEUERSCHWANZ bleiben meist zu nah am Original, um den eigenen Interpretationen von „Hier kommt Alex“ (DIE TOTEN HOSEN) oder „Amen & Attack“ (POWERWOLF) eine Daseinsberechtigung zu geben. Beiden Stücken fehlen Kraft und Elan der Vorlagen. Bei RAMMSTEINs „Engel“ ist das Folk-Instrumentarium immerhin geschickt eingebunden, während ED SHEERANs „I See Fire“ als Rock-Nummer tatsächlich eine gute Figur macht. Überraschenderweise funktioniert sogar SEEEDs „Ding“ irgendwie – vielleicht, weil der unkonventionelle Ansatz mit den eigentlich kauzigen FEUERSCHWANZ gut harmoniert. Essentiell ist dennoch keines der Cover-Stücke, dafür hätte es mehr Mut gebraucht.

Oft reimen FEUERSCHWANZ auf Grundschulniveau

Ungeachtet dieser Dreingabe sind es letztendlich viel zu oft die Texte, die „Das elfte Gebot“ schwer genießbar machen. „Im Muskelvergleich trifft Eisen auf Fleisch | Schlägt dich windelweich | die Schildmaid“, reimen FEUERSCHWANZ in „Schildmaid“ auf Grundschulniveau – und das einen ganzen Song lang. Wenig später heißt es dann in „Unter dem Drachenbanner“ ähnlich plump: „Kampfzwerge, Muskelberge | Schwer bewaffnet bis an die Zähne.“ Diese handwerklichen Defizite lassen sich nur schwer ausblenden und zeigen eben das große Problem der konzeptionell zwiegespaltenen FEUERSCHWANZ im Jahr 2020.

Wo GLORYHAMMER seit drei Studioalben die feine Linie zwischen grandios lächerlich und lächerlich grandios mit Selbstironie und einem durchgeknallten doch erstaunlich gut durchdachten Fantasy-Epos balancieren, ist „Das elfte Gebot“ trotz musikalisch kompetenter Ansätze und der neu entdeckten Ernsthaftigkeit eher zum Fremdschämen.

Veröffentlichungstermin: 27.06.2020

Spielzeit: 42:49 („Das elfte Gebot“ / 27:13 („Die Sieben Todsünden“)

Line-Up

Hauptmann Feuerschwanz – Vocals, Gitarre
Hans der Aufrechte – Gitarre
Prinz R. Hodenherz III – Flöten, Rauschpfeife, Dudelsack, Gesang
Johann von der Vögelweide – Geige, Drehleier
Jarne Hodinsson – Bass
Sven Karlsson – Keyboards
Sir Lanzeflott – Drums

Produziert von Simon Michael und Christoph Beyerlein (Mastering)

Label: Napalm Records

Homepage: http://feuerschwanz.de/
Facebook: https://www.facebook.com/feuerschwanz/

FEUERSCHWANZ “Das elfte Gebot” Tracklist

01. Meister der Minne
02. Metfest (Video bei YouTube)
03. Das elfte Gebot (Video bei YouTube)
04. Kampfzwerg
05. Im Bauch des Wals
06. Mission Eskalation
07. Schildmaid
08. Malleus Maleficarum
09. Lords Of Powermet
10. Totentanz
11. Unter dem Drachenbanner

FEUERSCHWANZ „Die sieben Todsünden“ – Tracklist

1. Ding – SEEED (Video bei YouTube)
2. Hier kommt Alex – DIE TOTEN HOSEN
3. Amen & Attack – POWERWOLF
4. I See Fire – ED SHEERAN (Video bei YouTube)
5. Gott mit uns – SABATON
6. Limit – DEICHKIND
7. Engel – RAMMSTEIN

Categorías
Sin categoría

BURDEN OF LIFE: neues Video „Goddess Of The River“ vom Album „The Makeshift Conqueror“

Die Melodic Death / Progressive Metal-Band BURDEN OF LIFE hat ein drittes Musikvideo zu ihrem neuen Album „The Makeshift Conqueror“ veröffentlicht. Ansehen kann man „Goddess Of The River“ bei YouTube.

Schon seit Längerem gibt es zudem Clips zu „Geistesblitz“ und „Trust My Own Heart„.

„The Makeshift Conqueror“ ist seit 13. März 2020 via Noizgate Records erhältlich.

In einem Interview mit vampster spricht Gitarrist und Sänger Christian Kötterl zudem über den Entstehungsprozess des Albums.

BURDEN OF LIFE „The Makeshift Conqueror“ Tracklist

1. The Makeshift Conqueror Pt. I
2. Geistesblitz (Video bei YouTube)
3. Goddess Of The River (Video bei YouTube)
4. Anthem Of The Beloved
5. Sealing Our Fate
6. Pisces
7. Regression (Goddess‘ Return)
8. Trust My Own Heart (Video bei YouTube)
9. The Makeshift Conqueror Pt. II

Categorías
Sin categoría

THE OCEAN: neues Album „Phanerozoic II: Mesozoic | Cenozoic“ im September

THE OCEAN haben erste Details zu ihrem neuen Album „Phanerozoic II: Mesozoic | Cenozoic“ enthüllt. Das Werk komplettiert das Konzeptalbum „Phanerozoic I: Palaeozoic“ (2018) und soll progressiver ausfallen als der erste Teil. „Phanerozoic II ist experimenteller, in puncto Stil und Ausrichtung eklektischer, also auch vielfältiger, was Tempos, Beats, Gitarrenarbeit und den Einsatz elektronischer Klänge betrifft.“, kommentiert Mastermind Robin Staps.

„Das war Absicht; Part I sollte relativ stromlinienförmig und zusammenhängend anmuten. Es ging um eine einheitliche Stimmung vom ersten bis zum letzten Ton, wohingegen wir die eher verrückten, waghalsigen und proggigen Sachen für Part II aufgespart haben. Heraus kam ein Album, das einer Abenteuerreise gleicht. Es fängt an einem Ort an und endet an einem völlig anderen. In gewisser Weise ist es mit ‚Pelagial‚ verwandt, das ähnlich angelegt war, wenn auch zielgeleiteter, fokussierter und vorhersehbarer. ‚Phanerozoic II‘ lässt sich indessen mit dem Erlebnis eines freien Falls vergleichen.“

Als Vorgeschmack gibt es schon jetzt den Song „Jurassic | Cretaceous“. Für die Single wurde ein weiteres Mal Jonas Renkse (KATATONIA) an Bord geholt, der schon auf „Phanerozoic I“ einen Gastpart hatte.

„Phanerozoic II: Mesozoic | Cenozoic“ wurde in Zusammenarbeit mit Produzent Jens Bogren aufgenommen und erscheint am 25. September 2020 als CD, LP und Download via Metal Blade bzw. Pelagic Records (Vinyl).

THE OCEAN: „Phanerozoic II: Mesozoic | Cenozoic“ Tracklist

1. Triassic
2. Jurassic | Cretaceous (Audio bei YouTube)
3. Palaeocene
4. Eocene
5. Oligocene
6. Miocene | Pliocene
7. Pleistocene
8. Holocene

Categorías
Sin categoría

PARKWAY DRIVE: verschieben „Viva The Underdogs“-Tour auf Frühjahr 2021

Die Metal / Metalcore-Band PARKWAY DRIVE müssen ihre für November 2020 geplante Europatour erneut verschieben. Aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie wurde die ursprünglich für April 2020 angekündigte Tournee zunächst auf Herbst verlegt. Jetzt gaben die Australier bekannt, dass man abermals neue Termine finden musste: Die „Viva The Underdogs – European Revolution 2020“-Tour findet nun im April 2021 statt. Dafür sind mit Berlin und Prag außerdem zwei neue Konzerte bestätigt worden. Als Vorbands sind weiterhin HATEBREED und CRYSTAL LAKE mit an Bord.

Im Vergleich zur vergangenen „Reverence“-Tour, wo wir Anfang des Jahres in München vor Ort waren, sind die Spielstätten diesmal noch eine Nummer größer. Der Vorverkauf startete am 17. September 2019 über tour.parkwaydriverock.com.

„Viva The Underdogs“ ist das erste Live-Album der Bandgeschichte

hat ein neues Live-Album angekündigt. „Viva The Underdogs“ ist gleichzeitig der Live-Soundtrack der gleichnamigen Band-Dokumentation, die am 22. Januar 2020 in deutschen und österreichischen Kinos gezeigt wurde.

„Viva The Underdogs“ enthält elf Songs der Headliner-Show vom letztjährigen WACKEN OPEN AIR. Zudem hat die Formation drei neu gemischte Versionen bekannter Hits beigefügt. Das Besondere: Hier singen PARKWAY DRIVE auf Deutsch und erhalten in „Schattenboxen“ (orig.: „Shadow Boxing“) sogar Unterstützung durch den deutschen Musiker CASPER.

Mit „Wild Eyes (Live)“ hat die Formation jetzt den zweiten Vorabsong bei YouTube geteilt.

Außerdem gibt es den Clip „The Void (Live)“ im Stream. Zur deutschen Fassung existiert zudem ein Lyric-Video.

Die komplette Show vom WACKEN OPEN AIR 2019 steht bis zur nächsten Auflage des Festivals via magenta-musik-360.de auf Abruf bereit.

„Viva The Underdogs“ ist seit 27. März 2020 via Epitaph Records als CD, Download, Doppel-LP sowie als limitiertes Box-Set mit Bandana und Feuerzeug erhältlich.

PARKWAY DRIVE, HATEBREED, CRYSTAL LAKE „Viva The Underdogs – European Revolution 2021“ Tourdaten

  • 30.03.2021 –  Wien, Stadthalle (A)
  • 01.04.2021 – Leipzig, Arena
  • 03.04.2021 – Esch-Sur-Alzette, Rockhal (LU)
  • 05.04.2021 – Frankfurt, Festhalle
  • 06.04.2021 – Brüssel, Forest National (B)
  • 07.04.2021 – Paris, Zenith (F)
  • 09.04.2021 – Dortmund, Westfalenhalle
  • 10.04.2021 – Hamburg, Sporthalle
  • 11.04.2021 – Berlin, Velodrom
  • 12.04.2021 – Prag, Forum Karlin (CZ)
  • 14.04.2021 – Zürich, Samsung Hall (CH)
  • 15.04.2021 – München, Olympiahalle
  • 18.04.2020 – London, SSE Arena Wembley (UK)

PARKWAY DRIVE „Viva The Underdogs“ Tracklist

01. Prey (Live at Wacken)
02. Carrion (Live at Wacken)
03. Karma (Live at Wacken)
04. The Void (Live at Wacken) (Video bei YouTube)
05. Idols & Anchors (Live at Wacken)
06. Dedicated (Live at Wacken)
07. Absolute Power (Live at Wacken)
08. Wild Eyes (Live at Wacken) (Video bei YouTube)
09. Chronos (Live at Wacken)
10. Crushed (Live at Wacken)
11. Bottom Feeder (Live at Wacken)
12. Würgegriff (Vice Grip)
13. Die Leere (The Void) (Lyric-Video bei YouTube)
14. Schattenboxen (Shadow Boxing) feat. CASPER